Pressecenter
Presseinformation vom 03.07.2019

Strategy&-Studie: Digitalisierung verschiebt globale Healthcare-Ausgaben bis 2030 um bis zu 4,4 Billionen US-Dollar

Thomas Solbach

Thomas Solbach, Partner bei Strategy&

Zu dieser Presseinformation gibt es: 1 Bild

Kurztext (892 Zeichen)Plaintext

Wien, 3. Juli 2019 – Der Einzug digitaler Technologien in den Healthcare-Bereich birgt enorme finanzielle Potentiale, stellt die Pharmabranche jedoch auch vor große Herausforderungen: Zwar prognostiziert eine aktuelle Umfrage unter 120 Managern der weltweit größten Pharmaunternehmen einen Zuwachs des globalen Healthcare-Marktvolumens um 10%, von 10,6 Billionen US-Dollar 2018 auf 11,6 Billionen US-Dollar bis 2030. Allerdings wird aufgrund des künftig stark wachsenden Anteils der Bevölkerung mit Zugang zur Gesundheitsversorgung ein Rückgang der Ausgaben pro Patient um 27,5% erwartet. Auf dieser Basis könnten innerhalb der nächsten Dekade die operativen Nettomargen von aktuell 25% signifikant abfallen. Das zeigt die „Future of Health“-Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC.

Pressetext (6630 Zeichen)Plaintext

Pharmamanager erwarten Zuwächse in den Bereichen Prävention, Diagnostik und digitale Gesundheit / Präventive, personalisierte Angebote bestimmen die Branche / Schnell wachsende Konkurrenz durch Technologiefirmen treibt den Wandel des Gesundheitssektors voran

Wien, 3. Juli 2019 – Der Einzug digitaler Technologien in den Healthcare-Bereich birgt enorme finanzielle Potentiale, stellt die Pharmabranche jedoch auch vor große Herausforderungen: Zwar prognostiziert eine aktuelle Umfrage unter 120 Managern der weltweit größten Pharmaunternehmen einen Zuwachs des globalen Healthcare-Marktvolumens um 10%, von 10,6 Billionen US-Dollar 2018 auf 11,6 Billionen US-Dollar bis 2030. Allerdings wird aufgrund des künftig stark wachsenden Anteils der Bevölkerung mit Zugang zur Gesundheitsversorgung ein Rückgang der Ausgaben pro Patient um 27,5% erwartet. Auf dieser Basis könnten innerhalb der nächsten Dekade die operativen Nettomargen von aktuell 25% signifikant abfallen. Das zeigt die „Future of Health“-Studie von Strategy&, der Strategieberatung von PwC.

Ausgabenboom in Bereichen Diagnostik, Prävention & Digital Health
Hinsichtlich des Wachstums im gesamten Gesundheitsmarkt erwarten die befragten Pharmaführungskräfte im Vergleich zu 2018 vor allem in den Bereichen Diagnostik (+524%), Prävention (+244%) und digitale Gesundheit (+205%) bis 2030 massive Ausgabenverschiebungen. Der Anteil der medizinischen Versorgung an den Gesamtausgaben im Healthcare-Sektor wird dagegen um fast 16% schrumpfen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 1,2 Billionen US-Dollar auf der globalen Ebene bis 2030.

„Im Rahmen unserer Befragung erwarten die Gesundheitsmanager unsichere Zeiten für ihr derzeitiges Geschäftsmodell. Die traditionellen Pharmakonzerne müssen entweder sehr viel effizienter werden, um ihre Margen zu halten, oder sie investieren gezielt in Wachstumsfelder wie Diagnostik, Prävention und Digital Health-Lösungen. Hierfür sind schnelle strategische Entscheidungen gefragt, nachdem Tech-Unternehmen bereits seit einigen Jahren stark in den Markt drängen und an digitalen Angeboten arbeiten. Allein die Zahl der Partnerschaften, Zukäufe und Ventures großer Player wie Amazon, Alphabet, Apple, Alibaba und Tencent hat sich im Healthcare-Sektor zwischen 2014 und heute verzwölffacht. Zudem halten diese Unternehmen mittlerweile mehr als 6000 gesundheitsbezogene Patente“, kommentiert Dr. Thomas Solbach, Healthcare-Experte und Partner bei Strategy&.

Fokus Prävention verändert Organisations- und Geschäftsmodelle
Unter den befragten Pharmamanagern ist sich die große Mehrheit sicher, dass der Wandel für die eigene Branche unmittelbar bevorsteht. 96% stimmen der Aussage zu, dass das Gesundheitswesen künftig den informierten und selbstbestimmten Menschen in den Mittelpunkt stellt sowie auf präventive, personalisierte und in den Alltag integrierte digitale Angebote setzen wird. Krankheiten werden damit nur noch teilweise behandelt, weil sie durch den Fokus auf Präventionsmaßnahmen gar nicht oder erst weitaus später entstehen.

Dieses neue Ökosystem wird sich nach Ansicht der Manager auf Basis innovativer Organisations- und Geschäftsmodelle und veränderter regulatorischer Anforderungen entwickeln. 68% der Teilnehmer an der Umfrage erwarten, dass diese Zukunftsvision bis spätestens 2030 zur neuen Normalität wird. 75% erkennen darin eine Chance für ihre Unternehmen, sofern die Pharmabranche dazu bereit ist, den Umbruch aktiv und umfassend zu gestalten. Bislang verfolgen allerdings erst 25% einen ganzheitlichen strategischen Ansatz, um sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Technologieunternehmen als digitaler Treiber im Gesundheitsbereich
„Nur wer früh genug handelt, wird den Wandel als Chance nutzen können. Denn die in den Healthcare-Markt drängenden Technologiefirmen haben mit Blick auf die neuen Wachstumsfelder mehrfache Startvorteile. Durch ihren dezidierten Kundenfokus, den Zugang zu Daten und deren Verarbeitung sowie ihr agiles Innovationsdenken sind ihre Geschäftsmodelle heute in vielerlei Hinsicht näher an der sich schnell entwickelnden digitalen Medizin als Pharmaunternehmen. Die traditionellen Player mit ihrem Vorsprung bei der medizinischen Expertise sowie der Vermarktung von Medizinprodukten müssen völlig neue Arbeitsweisen abseits von jahrzehntelangen Entwicklungsphasen finden und dringend neue Kompetenzen im Digitalbereich aufbauen, um sich ihre Marktanteile zu sichern“, erläutert Dr. Thomas Solbach.

Die befragten Pharmamanager sehen Technologieunternehmen als Treiber des Wandels, wohingegen Regulatoren eindeutig als Bremser bewertet werden. Von ihren eigenen Organisationen zeichnen die Befragten ein zwiespältiges Bild: So betrachten sie vor allem den Aufbau eines digitalen Bewusstseins sowie einer entsprechenden Unternehmenskultur als größte interne Herausforderung (70%), gefolgt von der Entwicklung aktuell noch fehlender Kompetenzen (47%) und der Überwindung struktureller Hemmnisse (35%). Extern bereiten vor allem regulatorische und gesetzliche Hürden die größten Sorgen (71%), noch vor der Frage nach der Verfügbarkeit und den Zugriffsrechten auf notwendige Datensets (37%) sowie ethischen Belangen (22%).

Die vollständigen Ergebnisse der „Future of Health“-Studie finden Sie unter: www.strategyand.pwc.com/de/studie/futureofhealth


Methodik
Im Rahmen der Studie wurden 120 Manager führender globaler Pharmaunternehmen aus allen wesentlichen Organisationsfunktionen und Therapiegebieten befragt. Zwei Drittel der Teilnehmer kamen aus Organisationen mit mehr als 10 Mrd. US-Dollar Umsatz. Die Studienergebnisse wurden in selektiven Interviews mit weltweit führenden Ärzten und Wissenschaftlern ergänzt.

Über Strategy&
Strategy& ist die globale Strategieberatung von PwC. Wir entwickeln individuelle Geschäftsstrategien für weltweit führende Unternehmen, basierend auf differenzierenden Wettbewerbsfähigkeiten. Wir sind die einzige Strategieberatung als Teil eines globalen Professional Services Netzwerks. Unsere Expertise kombinieren wir mit Technologie und erarbeiten daraus eine passende Strategie, die effizient umsetzbar ist. „Strategy, made real“ heißt für uns, den digitalen Wandel voranzutreiben, die Zukunft mitzugestalten und Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. 3.000 Strategieberater und mehr als 250.000 PwC-Mitarbeiter in 158 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Weitere Informationen unter www.strategyand.pwc.com/at.
Alle Inhalte dieser Presseinformation als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder

600 x 400

Kontakt

Sebastian Mayer
Business Director, Ketchum Publico
Guglgasse 7-9
1030 Wien
Österreich
Tel.: +43 664 808 69 134
sebastian.mayer@ketchum.at

Thomas Solbach (. jpg )

Thomas Solbach, Partner bei Strategy&

Maße Größe
Original 600 x 400 112,9 KB
Custom x