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Presseinformation vom 14.05.2018

Niederösterreichs Gemeinden vergeben Bauaufträge am liebsten regional

Kostenlose Vergabeberatung für NÖ Gemeinden

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In einer Umfrage der Wirtschaftskammer Niederösterreich gaben 95 % aller Gemeinden an, es sei ihnen sehr wichtig bzw. wichtig, KMU aus der Region bei der Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen zu berücksichtigen. Hauptmotivatoren sind regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die vermeintliche Komplexität des Bundesvergabegesetzes sorgt allerdings für Herausforderungen.

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In einer Umfrage der Wirtschaftskammer Niederösterreich gaben 95 % aller Gemeinden an, es sei ihnen sehr wichtig bzw. wichtig, KMU aus der Region bei der Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen zu berücksichtigen. Hauptmotivatoren sind regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Die vermeintliche Komplexität des Bundesvergabegesetzes sorgt allerdings für Herausforderungen.

St. Pölten, 14. Mai 2018; Es gibt viele Möglichkeiten, regionale Betriebe bei öffentlichen Aufträgen zu berücksichtigen. So profitieren letztlich alle: Der Auftraggeber kann auf die Qualität der ansässigen Unternehmen zurückgreifen, Arbeitsplätze werden gesichert und die Wertschöpfung bleibt in der Region. So sehen das auch 95 % der niederösterreichischen Gemeinden, die regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze als Vorteile in der Zusammenarbeit mit Betrieben aus der Region anführen. Für 53 % ist die Zuverlässigkeit der ansässigen KMU ein Hauptgrund, für 46 % die gute Qualität.

„Trotz der hohen Wichtigkeit, die der regionalen Auftragsvergabe bereits beigemessen wird, besteht noch Luft nach oben, wenn es darum geht, KMU an öffentlichen Bauvergaben teilhaben zu lassen. Die wichtigste Methode ist die gewerkeweise Ausschreibung“, erklärt Wolfgang Ecker, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der WKNÖ.

Gewerkeweise Ausschreibungen als Win-Win-Situation
Insbesondere bei Bauaufträgen besteht die Möglichkeit, diese nach Gewerken getrennt zu vergeben. Werden einzelne Gewerke bzw. Lose ausgeschrieben, kann in vielen Fällen verhindert werden, einen Schwellenwert zu überschreiten, wodurch ein einfacheres Vergabeverfahren angewendet werden kann. So kann eine EU-weite offene Ausschreibung häufig vermieden werden, stattdessen reichen nicht-offene Verfahren ohne Bekanntmachung oder es sind sogar Direktvergaben zulässig.

Das heißt, wer sich einen möglichst großen Gestaltungsspielraum sichern und gleichzeitig die regionale Wirtschaft stärken möchte, sollte die Möglichkeiten des Bundesvergabegesetzes ausschöpfen. Rund jede zweite Gemeinde führt jedoch Bedenken im Hinblick auf das Bundesvergabegesetz als größte Herausforderung bei der Vergabe öffentlicher Bauaufträge an.

Kostenlose Vergabeberatung im Frühjahr 2018
Um Gemeinden die Auftragsvergabe in der Region zu erleichtern, bietet die WKNÖ Sparte Gewerbe und Handwerk mehrere Services – wie unter anderem die kostenlose Vergabeberatung. Zwei Experten aus der Vergabepraxis stehen für Projekteinleitungen und -abwicklungen im Zusammenspiel mit dem Bundesvergabegesetz Rede und Antwort. Dabei können sowohl allgemeine Themen (z.B. aktuelle Schwellenwerte und die damit verbundenen Möglichkeiten zur regionalen Vergabe) als auch tatsächliche Projekte (bis hin zu konkreten Lösungsempfehlungen) besprochen werden.

Das Feedback nach den ersten Beratungen war äußerst positiv. Alle Gemeinden gaben an, von der Beratung profitiert zu haben und würden sie weiterempfehlen. „Insbesondere die Erläuterung der gewerke- und losweisen Vergabe wurde als hilfreich empfunden, aber auch die Beratung zu konkreten Projekten“, so Ing. Robert Jägersberger, Landesinnungsmeister Bau Niederösterreich.

Facts: Wie wird eine Ausschreibung KMU-freundlich?
• Teilleistungen / Lose nach Gewerken vergeben
• Produktionskapazitäten von KMU im Umfang der Lose berücksichtigen
• Eignungskriterien nur so hoch ansetzen, wie tatsächlich nötig, um nicht von vorherein kompetente Anbieter auszuschließen

Über die Umfrage: Die Wirtschaftskammer Niederösterreich Sparte Gewerbe und Handwerk hat alle Niederösterreichischen Gemeinden mit einem Online-Fragebogen beschickt, 80 haben an der Umfrage teilgenommen. Zusätzlich telefonisch befragt wurden jene Gemeinden, die bereits eine Beratung in Anspruch genommen haben. Die Umfrage wurde von 5.3. bis 16.3. umgesetzt.

Kontakt:
WKNÖ, Sparte Gewerbe und Handwerk
T 02742 / 851 DW 18101
E gewerbe.sparte@wknoe.at
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Kontakt

Nicolette Barg-Szalachy
Senior Consultant, Ketchum Publico
Guglgasse 7-9
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Österreich
Tel.: +43 1-71786-145
nicolette.barg-szalachy@ketchum-publico.at

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